Inneres (mediales) Schienbeinkantensyndrom

Ursachen

Typisches Problem zu Saisonauftakt. Es sind vor allem Laufanfänger, häufig auch Sportler aus Ballsportarten betroffen, die in der Saisonvorbereitung Laufen als Grundlagenausdauertraining betreiben. Daneben trifft es Lauferfahrene beim Intervalltraining auf der Bahn.

Beim inneren Schienbeinkantensyndrom liegt eine Stressreaktion des Knochens vor. Zu schwache oder frühzeitig ermüdende Muskeln können Dreh- und Biegespannungen im Knochen nicht mehr neutralisieren. Die Reaktion der Knochenhaut (Periostitis) ist Folge des gesteigerten Kochenstoffwechsels, nicht Ursache der Beschwerden.

Wenn Sie den Schmerz ignorieren und ohne Korrektur der Ursachen weiterlaufen, kann aus dieser Stressreaktion (Verletzungsstadium 1) sehr schnell eine Stressfraktur (Verletzungsstadium 4) entstehen!

Therapie

Schuhe

Laufschuhe ggf. Einlagen sollen die Muskelarbeit zur Stabilisation des Fußes erleichtern. Meist geht die Empfehlung hin zu stabileren Schuhen mit Pronationsstütze. Es gibt jedoch bei einzelnen Läufern auch die Notwendigkeit eher weichere Schuhe zu empfehlen.

Technikanalyse

Durch ökonomischen Muskeleinsatz verhindert eine Technikumstellung die vorzeitige muskuläre Ermüdung und daraus resultierende erhöhte Dreh- und Biegespannungen auf den Unterschenkelknochen. Die Effekte der Technikumstellung sind sofort spürbar.

Beschwerdefreiheit ist nach Analyse der Technikfehler innerhalb eines Tageskurses zu erreichen (4 Stunden).

Ein Beispiel für die erfolgreiche Technikanalyse und -umstellung bei MTSS finden Sie hier