Piriformis-Syndrom

Ursachen

Der überlastete Piriformis ist nur das Opfer folgender Situation: Die Adduktoren des Oberschenkels sind verkürzt und wirken sich kraftmindernd auf Ihre Gegenspieler, die Hüftabduktoren, aus.
Hier versucht der Piriformis als zusätzlicher Abduktor auszuhelfen. Das schafft er, wenn das Bein nach außen gedreht wird, automatisch wirkt sich das verkürzend auf die Schrittlänge aus.
Auf die Dauer führt das zu überlastungsbedingter Verspannung des Piriformis.
Begleitend findet man häufig Funktionsstörungen der unteren Lendenwirbel und des Beckenringes (Sacroiliacalgelenk der betroffenen Seite)

Therapie

Die Therapie kann nicht nur alleine daraus bestehen, den Piriformis zu dehnen.

1. Manualtherapeutische Untersuchung und Behandlung von LWS- und Beckenringfunktionsstörungen
2. Mobilisieren der vorderen und hinteren Anteile der Hüftgelenkskapsel, um das Dehnen des Piriformis effektiver zu machen
3. Piriformis dehnen (z.B. Knee-to-chest Übung)
4. Dehnen der Adduktoren
5. Kräftigen der Hüftabduktoren

Anfangs geht es nicht ohne Arzt/Physiotherapeuten, später können Sie die Übungen alleine weiterführen

Technikanalyse

Kurzer Bodenkontakt und gerader Fußaufsatz werden im Rahmen des Pose-Kurses vermittelt und entlasten damit die zu schwachen Abduktoren und den Piriformis
Effekte korrekter Technik sind: deutliche Verminderung Ihrer Beschwerden während und nach dem Laufen bereits nach einem 4-stündigen Kurs.